Wenn Sie zu denjenigen gehören, die das ganze Jahr darauf warten, die Straßen schneeweiß bedeckt zu sehen, dann steht der volle Winter bald vor der Tür. Also machen Sie sich bereit mit Snowboards, Schlittschuhen und Schlitten, um das Winterwunderland zu genießen.
Vergessen Sie jedoch nicht, Ihre Augen genauso gut zu pflegen, wie Sie sich vor dem Verlassen des Hauses gemütlich einpacken würden, denn trockene Luft und Sonnenblendung können Ihren Augen zusetzen. Nachlässigkeit gegenüber Ihren Augen kann besonders problematisch sein, wenn Sie bereits gereizte und trockene Augen haben.
Hier sind einige einfache, aber wirkungsvolle Tipps zur Augenpflege im Winter, wie Sie Ihre Augen in dieser schönen Jahreszeit schützen können.
Faktoren, die Ihr Sehvermögen im Winter beeinträchtigen können
Bevor wir zu den Tipps zur Augenpflege im Winter kommen, lernen wir zunächst die Faktoren kennen, die Ihr Sehvermögen im Winter beeinflussen können.
1. Trockene Außenluft
Mit dem deutlichen Temperaturabfall im Winter kühlt auch die Luft ab und kann nicht mehr so viel Feuchtigkeit halten wie sonst im Jahr. Kalte Winde draußen können sowohl unserer Haut als auch unseren Augen Feuchtigkeit entziehen, die beide ausreichend Feuchtigkeit benötigen, um gesund zu bleiben.
Für unsere Augen bedeutet die Exposition gegenüber kalter, trockener Luft einen schnellen Verlust der wichtigen Feuchtigkeit (aufgrund beschleunigter Verdunstung) auf der Augenoberfläche (die zu 99 % aus Wasser besteht), was zu Reizungen durch übermäßige Austrocknung führt.
2. UV-Strahlung
Übermäßige UV-Strahlung durch direkte Sonneneinstrahlung erhöht bereits das Risiko für Katarakte sowie Hautkrebs. Deshalb empfehlen Experten die Verwendung von Sonnenschutzmitteln und Sonnenbrillen bei längeren Aufenthalten im Freien.
Die schlechte Nachricht ist, dass Sie durch die Reflexion von Schneeoberflächen übermäßiger UV-Strahlung ausgesetzt sein können (auch wenn Sie nicht unbedingt einen Sonnenbrand bekommen!), was für Ihre Haut und Augengesundheit gleichermaßen schädlich ist.
3. Warme Innenluft
Nicht nur die kalte, trockene Außenluft ist im Winter eine Belastung für Ihre Augen, auch warme, trockene Luft in Innenräumen kann ebenso (wenn nicht sogar noch mehr) austrocknend und schädlich für Haut und Augen sein. Tatsächlich ist die Umluft in Innenräumen oft noch stärker mit austrocknenden Faktoren wie Hautflora und Bakterien belastet.
Tipps zur Augenpflege im Winter
Kommen wir nun zu den Tipps, die Ihnen helfen können, auch im harten Winter optimale Augengesundheit zu erreichen. Wir haben die Tipps in einige Kategorien unterteilt, nämlich:
A: Pflege trockener Augen im Winter
Eines der größten Probleme für Ihre Augen im Winter ist der Feuchtigkeitsverlust. Die gute Nachricht ist, dass Sie dieses Problem auf verschiedene Weise angehen können, zum Beispiel:
1: Regulieren Sie die Temperatur in Innenräumen: Wie bereits beschrieben, kann die Trockenheit der Luft im Winter problematisch sein, besonders wenn Sie bereits trockene Augen haben. Das Problem verschärft sich oft durch hohe Temperaturen, die man in Innenräumen einstellt. Daher ist es am besten, die Heizung auf eine milde Temperatur zu stellen, um die Feuchtigkeit in Ihren Augen zu erhalten.
2: Blinken Sie häufiger: Viele Menschen klagen über eine Verschlechterung trockener Augen beim Lesen oder Arbeiten am Computer. Der Grund ist einfach: Beim konzentrierten Sehen verlangsamt sich das Blinzeln. Eine wirksame Methode ist, bewusst öfter zu blinzeln, damit Ihre Augen weiterhin ausreichend Tränenflüssigkeit produzieren.
3: Verwenden Sie einen Luftbefeuchter: Auf Heizungen im Winter zu verzichten ist kaum möglich, aber sie entziehen der Luft Feuchtigkeit, was die Luftqualität beeinträchtigt und das Risiko trockener Augen erhöht. Ein Luftbefeuchter kann hier helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, ohne die Heizung zu beeinträchtigen, und so Ihre Augen angenehm feucht halten.
4: Halten Sie Abstand zu Wärmequellen: In Räumen ohne Luftbefeuchter sollten Menschen mit trockenen Augen Abstand zu Heizkörpern und anderen Wärmequellen halten.
5: Künstliche Tränen können ebenfalls helfen: Wenn Ihre trockenen Augen trotz dieser Maßnahmen weiterhin Beschwerden bereiten, sollten Sie einen erfahrenen Augenarzt aufsuchen. Oft werden künstliche Tränen empfohlen, die eine spezielle Mischung aus Öl, Schleim und Wasser enthalten und die Verdunstung verlangsamen.
B: Ernährung anpassen
Das Sehvermögen und die Augen funktionieren als Einheit, und die Ernährung ist der Treibstoff für diese Maschine. Für eine optimale Funktion aller Körperbereiche, einschließlich der Augen, sollten Sie Ihre Ernährung entsprechend gestalten:
6: Fügen Sie kalten Wasserfisch zu Ihrer Ernährung hinzu: Kaltwasserfische sind reich an Omega-3-Fettsäuren, die helfen, die Feuchtigkeit in den Augen zu bewahren. Beispiele sind Thunfisch, Makrele und Heilbutt. Diese Fische bieten Ihren Augen die nötige Schmierung, um die Austrocknung im Winter zu überstehen.
7: Ausreichend Flüssigkeit ist entscheidend: Eine der besten Methoden gegen trockene Augen im Winter ist ausreichendes Trinken. Experten empfehlen mindestens 8 Gläser Wasser täglich. Genügend Feuchtigkeit in Ihrem Körper bedeutet weniger Probleme mit trockenen Augen.
C: Augenpflege im Freien im Winter
Erstaunlicherweise vernachlässigen viele Menschen die Augenpflege im Winter im Freien. Das ist ein großer Fehler, denn Ihre Augen sind draußen besonders empfindlich. So schützen Sie Ihre Augen im Winter:
8: Tragen Sie hochwertige Sonnenbrillen: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass im Winter zwar die Sonne oft von Wolken verdeckt ist, die UV-Strahlen aber trotzdem vorhanden sind? Im Sommer schützen wir uns meist mit Sonnenbrillen, weil wir die Sonne sehen und die UV-Strahlen wahrnehmen. Im Winter ist die Sonne zwar oft versteckt, aber die UV-Strahlen sind da und können durch die Schneedecke reflektiert werden, was die Belastung für die Augen erhöht.
Halten Sie Ihre Sonnenbrille also auch im Winter griffbereit, egal ob Sie zum IKEA gehen oder eine Autofahrt von mehr als 15 Minuten planen.
9: Vergessen Sie nicht den Schutz durch Schutzbrillen: Der Winter bietet viele Möglichkeiten für Wintersport, aber Sie sind dabei auch oft starkem Wind ausgesetzt. Warum also nicht Spaß haben und gleichzeitig Ihre Augen schützen?
Eine gute Schutzbrille ist ideal, egal ob Sie mit dem Schneemobil unterwegs sind oder mit Snowboard oder Schlittschuhen durch den Schnee sausen. Noch besser ist eine Brille mit integriertem UV-Schutz.
D: Augenhygiene
Augenhygiene ist eine weitere wichtige Maßnahme für optimale Augengesundheit – nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über. Hier einige wichtige Aspekte:
10: Halten Sie Ihre Augen sauber: Viele glauben, sie tun das bereits, aber gerade in der hektischen Zeit mit Feiertagen und Festlichkeiten kann das schwierig werden.
Lassen Sie Faulheit nicht Ihre Augenhygiene beeinträchtigen. Gehen Sie regelmäßig mit gewaschenem Gesicht ins Bett. Wenn Sie das vernachlässigen, können Make-up-Reste, Schweiß und Keime Ihre Augengesundheit beeinträchtigen.
Teilen ist fürsorglich, aber teilen Sie niemals Make-up oder Pinsel, da Sie nie wissen, welche Keime oder Infektionen die andere Person haben könnte. Eine virale oder bakterielle Augeninfektion in dieser Jahreszeit kann Ihre Feiertage ruinieren – das möchte niemand.
11: Halten Sie Ihre Hände von den Augen fern: Das Verlangen, bei trockenen Augen die Augen zu reiben, ist groß, aber das ist das Schlimmste, was Sie tun können – zu jeder Jahreszeit.
Auch wenn das Reiben kurzfristig Linderung verschaffen kann, besteht die Gefahr, dass Sie schädliche Bakterien oder Viren in Ihre Augen bringen.
Das kann zu Bindehautentzündungen oder anderen häufigen Augenproblemen führen. Hoffentlich motiviert Sie das, Ihre Hände diesen Winter (und darüber hinaus) von Ihren Augen fernzuhalten.
E: Sorgen Sie gut für Ihre Augen
Letztlich geht es darum, Ihre Augen gut zu pflegen. Hier noch einige weitere wirksame Tipps für den Winter:
12: Halten Sie Abstand zu elektronischen Geräten – probieren Sie die 20:20:20-Regel: Im Sommer verbringen viele Menschen Abende draußen, im Winter sind wir oft drinnen und verbringen viel Zeit vor Bildschirmen – Laptop, Fernseher, Handy.
Diese intensive Bildschirmzeit führt zu weniger Blinzeln und damit zu weniger Tränenproduktion, was Schmerzen, Juckreiz und Rötungen verursacht. Wenn Sie nicht lange von Ihren Geräten wegbleiben können, integrieren Sie die 20:20:20-Regel in Ihren Alltag.
Das bedeutet, alle 20 Minuten für mindestens 20 Sekunden auf etwas in 20 Fuß (ca. 6 Meter) Entfernung zu schauen. Das hilft, digitale Augenbelastung zu reduzieren.
13: Schützen Sie Ihre Augen vor schneebedingten Verletzungen: Schnee in den Augen verursacht nicht nur Brennen und Jucken, sondern kann auch die Hornhaut verletzen. Tragen Sie deshalb bei Wintersport oder anderen Aktivitäten im Schnee Schutzbrillen. Auch bei Schneestürmen sollten Sie Ihre Augen umfassend schützen.
14: Fahren im Winter: Nachts zu fahren ist immer eine Herausforderung, im langen, dunklen Winter noch mehr. Nasse und glatte Straßen sowie blendendes Licht entgegenkommender Fahrzeuge erschweren das Fahren. Achten Sie darauf, dass Ihre Sehkraft ausreichend ist und überprüfen Sie die Beleuchtung und die Scheiben Ihres Fahrzeugs – beides sollte sauber und funktionstüchtig sein.
15: Vorbeugen ist besser als heilen! Wenn Sie dazu neigen, Ihre Augen zu reiben, sobald sie schmerzen oder jucken, sollten Sie besser frühzeitig reagieren.
Eine einfache und effektive Methode ist, eine warme, feuchte Kompresse für 15 Minuten auf die Augen zu legen. Wenn die Beschwerden jedoch regelmäßig anhalten, suchen Sie umgehend eine[n] Augenarzt/-ärztin auf, der/die Ihre Augen gründlich untersucht und eine geeignete Behandlung empfiehlt.
