Inhaltsverzeichnis
Infektion |Entzündung |Juckreiz | Verschwommenes Sehen | Lichtempfindlichkeit | Herabhängendes Augenlid (Ptosis) | Hornhautödem | Okuläre Hypertonie / Erhöhter Augeninnendruck | Irisprolaps | Wundleckagen| Geschwollene Hornhaut | Blutungen | Toxisches vorderes Segment-Syndrom (TASS) | Verbleibende Linsenfragmente | Hintere Kapseltrübung (PCO)/Sekundäre Katarakte | Zystoidales Makulaödem | Verrutschung der Intraokularlinse (IOL) | Netzhautablösung | Lichtblitze und Mouches volantes |
Die Kataraktoperation ist heutzutage eines der häufigsten und erfolgreichsten Augenverfahren. Die meisten Menschen, die sich einer Operation zur Behandlung des Grauen Stars unterziehen, genießen eine verbesserte Sehkraft ohne langfristige Probleme.
Laut der American Society of Cataract and Refractive Surgery (ASCRS) unterziehen sich jährlich 3 Millionen Amerikaner einer Kataraktoperation mit einer Erfolgsquote von 98 Prozent oder höher.
Obwohl die Mehrheit der Patienten die Genesung nach der Kataraktoperation gut bewältigt, können wie bei jeder Operation Komplikationen auftreten, insbesondere wenn bereits eine Vorgeschichte von Augenerkrankungen oder anderen ernsthaften gesundheitlichen Problemen besteht.
Daher ist es hilfreich, mögliche Probleme nach der Kataraktentfernung zu kennen. Achten Sie auf die in diesem Beitrag genannten Anzeichen und Symptome und kontaktieren Sie umgehend Ihren Augenarzt, wenn Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint.
1. Infektion
Infektionen nach einer Kataraktoperation sind dank moderner medizinischer Versorgung heute selten. Sollte dennoch eine Infektion auftreten, wird Ihr Auge wahrscheinlich mit Antibiotika behandelt. Bei schweren Infektionen kann es notwendig sein, das Glaskörpergel (die klare gelartige Substanz im Augeninneren) zu entfernen, um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
2. Entzündung
Leichte Rötungen und Schwellungen sind nach der Operation normal, aber wenn die Entzündung länger anhält, sind Augentropfen oder andere geeignete Medikamente erforderlich.
3. Juckreiz
Juckreiz kann eine Nebenwirkung der Operation sein, ist aber meist harmlos, solange er mild bleibt. Wird der Juckreiz stärker oder unerträglich, sollten Sie umgehend medizinische Hilfe suchen, um ernsthafte Ursachen auszuschließen.
4. Verschwommenes Sehen
Verschwommenes Sehen ist ein häufiges Symptom nach der Operation und sollte sich mit der Zeit bessern. Bleibt es bestehen, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen. Vermeiden Sie das Fahren, bis Ihre Sehkraft stabil ist.
5. Lichtempfindlichkeit
Lichtempfindlichkeit ist in den ersten Tagen nach der Operation normal. Hält sie länger an, ist eine fachärztliche Untersuchung ratsam. Manchmal sind Sonnenbrillen über mehrere Monate notwendig. Anhaltende Lichtempfindlichkeit kann auf eine stärkere Entzündung hinweisen, die mit Augentropfen behandelt wird.
Suchen Sie eine Sehhilfe für Sehbehinderte? Probieren Sie IrisVision mit Rückgaberecht aus
Erhalten Sie eine 30-Tage-Rückgaberecht (Wiedereinlagerungsgebühr fällt an) für sich selbst, einen Patienten oder einen Angehörigen und finden Sie heraus, ob IrisVision die richtige Sehhilfe für Sie ist.
6. Herabhängendes Augenlid (Ptosis)
Ptosis bezeichnet ein herabhängendes Augenlid, das nach der Operation auftreten kann. Die genaue Ursache ist unbekannt, aber meist bildet es sich von selbst zurück. Bleibt es länger als 6 Monate bestehen, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen.
7. Hornhautödem
Eine Schwellung der Hornhaut, das sogenannte Hornhautödem, kann nach der Operation, durch Entzündungen, Verletzungen oder andere Augenerkrankungen auftreten. Meist ist der Schaden an den Endothelzellen gering und heilt mit der Zeit. Das Hornhautödem nach Kataraktoperation wird auch als „Pseudophake bullöse Keratopathie“ (PBK) bezeichnet. Bei anhaltendem Ödem behandeln Ärzte es oft mit individuell angepassten Kortikosteroid-Augentropfen. Glücklicherweise ist das Risiko für ein Hornhautödem heute sehr gering.
8. Okuläre Hypertonie / Erhöhter Augeninnendruck
Nach der Operation kann es zu einem erhöhten Augeninnendruck kommen, der als okuläre Hypertonie bezeichnet wird. Dies ist eine der häufigsten Komplikationen. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und erfolgt meist mit Augentropfen, Injektionen oder Tabletten.
9. Irisprolaps
Ein Irisprolaps kann durch postoperative Traumata, unzureichenden Wundverschluss oder erhöhten Augeninnendruck entstehen. Obwohl die Operationswunden meist selbstabdichtend sind, muss der Chirurg sicherstellen, dass keine Wundleckage vorliegt und gegebenenfalls nähen. Bei einem Prolaps unter 48 Stunden kann die Iris repositioniert und die Wunde verschlossen werden. Bei länger bestehendem Prolaps ist eine Irisentfernung notwendig, um das Risiko einer intraokularen Infektion zu verringern.
10. Wundleckagen
Wundleckagen sind heute selten. Symptome sind verschwommenes Sehen, Tränenfluss, eine flache vordere Augenkammer und ein Augeninnendruck unter 8 mm Hg. Die Behandlung hängt von Ursache, Schwere und Zeitpunkt der Leckage ab. Kleine Leckagen heilen meist innerhalb von 24-48 Stunden, unterstützt durch steroidale Augentropfen. Bei moderaten Leckagen können Verbandkontaktlinsen oder Medikamente eingesetzt werden. Schwere Leckagen erfordern eine chirurgische Reparatur.
11. Geschwollene Hornhaut
Die Hornhaut kann nach der Operation anschwellen und trüb werden, was das Sehen erschwert. Dies ist meist vorübergehend und bessert sich innerhalb von Tagen oder Wochen. Augentropfen helfen, die Schwellung zu reduzieren.
12. Blutungen
Blutungen der Netzhautgefäße sind selten, können aber auftreten. Kleine Blutungen sind unproblematisch und heilen meist von selbst. Größere Blutungen können zu Sehverlust führen. Die Behandlung umfasst Bettruhe mit erhöhtem Kopf und Augentropfen. Bei anhaltendem Druck kann eine Operation notwendig sein.
13. Toxisches vorderes Segment-Syndrom (TASS)
TASS ist eine sehr seltene Komplikation, die 12-72 Stunden nach der Operation auftritt. Sie verursacht schwere Hornhautschwellung und Entzündung des vorderen Augenabschnitts, ist aber schmerzarm und steril. Ursache können kontaminierte Instrumente oder unsterile Tropfen sein. Die Behandlung erfolgt mit hochdosierten Kortikosteroid-Augentropfen stündlich.
14. Verbleibende Linsenfragmente
Während der Operation können kleine Linsenstücke im Auge verbleiben und später Probleme verursachen. Kleine Fragmente sind meist harmlos, größere können Symptome wie verschwommenes Sehen, Rötung und Lichtempfindlichkeit hervorrufen. Diese Fragmente können Tage bis Jahre nach der Operation auftreten.
15. Hintere Kapseltrübung (PCO)/Sekundäre Katarakte
PCO ist eine häufige Komplikation, bei der sich Linsenzellen auf der hinteren Kapsel vermehren und die Sicht behindern. Auch als „sekundärer Katarakt“ bekannt. Die Behandlung erfolgt effektiv und schmerzfrei mittels YAG-Laser-Kapsulotomie in der Praxis des Augenarztes.
16. Zystoidales Makulaödem
Ein schmerzloses Ödem der Makula, das einige Wochen nach der Operation auftreten kann. Es führt zu Schwellungen durch flüssigkeitsgefüllte Zysten. Die Behandlung erfolgt meist mit nichtsteroidalen und manchmal auch steroidalen Augentropfen.
17. Verrutschung der Intraokularlinse (IOL)
Die künstliche Linse kann verrutschen und Doppelbilder oder verschwommenes Sehen verursachen. Bei leichter Beeinträchtigung wird meist mit Brille oder Kontaktlinsen behandelt. Eine Operation ist nur bei schwerer Verrutschung notwendig.
18. Netzhautablösung
Die Netzhaut kann sich nach der Operation von ihrer normalen Position lösen, was einen medizinischen Notfall darstellt. Frühe Symptome sind Lichtblitze, Mouches volantes und Spinnwebensehen. Bei Verdacht sofort einen Arzt aufsuchen.
19. Lichtblitze und Mouches volantes
Nach der Operation kann sich der Glaskörper von der Netzhaut lösen, was Lichtblitze und bewegliche Flecken verursacht. Meist bessert sich dies innerhalb von Monaten, aber wegen Ähnlichkeit zu Netzhautablösung sollte eine Untersuchung erfolgen.
Fazit
Die Kataraktoperation hat sich deutlich verbessert und sollte nicht gescheut werden, wenn Ihr Augenarzt sie empfiehlt. Manchmal ist eine Operation jedoch aufgrund von Gesundheitsproblemen oder anderen Gründen nicht möglich.
Eine Verzögerung kann auch durch Versicherungsbedingungen entstehen, was für viele Patienten frustrierend ist.
Glücklicherweise gibt es heute Sehhilfen, die speziell entwickelt wurden, um Ihre Sehfunktion zu verbessern, damit Sie trotz Sehbehinderung unabhängig und aktiv leben können. Kontaktieren Sie gerne IrisVision, um mehr über Unterstützung bei Sehbehinderungen durch Katarakte oder andere häufige Augenerkrankungen zu erfahren.
